Der vorliegende Artikel interveniert in die aktuelle Debatte um die Zukunft des neoliberalen Projekts in Lateinamerika unter Rückgriff auf theoretische Konzepte von Gramsci, Poulantzas und aus der Regulationstheorie. Vertreten wird die These, dass das neoliberale Projekt in den lateinamerikanischen Gesellschaften und in den staatlichen Apparaten erfolgreich verankert werden konnte und dass es trotz der Wahl linker Regierungen und dem Wiedererstarken sozialer Bewegungen noch nicht am Ende ist. Lateinamerika steuert heute weniger auf eine Phase des Post-Neoliberalismus zu als vielmehr auf einen reformierten und modernisierten Neoliberalismus.