Das Journal für Entwicklungspolitik (JEP) ist eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften der kritischen Entwicklungsforschung. Das JEP zielt darauf ab, ein Forum für eine breite Diskussion und Reflexion von Nord-Süd-Verhältnissen, globalen sozialen Ungleichheiten sowie Macht- und Herrschaftsverhältnissen zu bieten. Dabei adressieren theoretische wie empirische Arbeiten deren soziale, politische, ökonomische, ökologische oder historische Dimensionen. Diese gesellschaftlich relevanten Erkenntnisse der kritischen Entwicklungsforschung werden dabei interdisziplinär aufbereitet, verbreitet und zugänglich gemacht. Neben Forschungsartikeln (research articles), die in einem doubleblind Peer-Review-Verfahren begutachtet werden, bietet das JEP auch Raum für Essays, Interviews und Rezensionen. Die Texte werden auf Englisch oder Deutsch veröffentlicht.
Herausgegeben wird das Journal für Entwicklungspolitik (JEP) seit 1985 vom Mattersburger Kreis – ein interdisziplinäres Netzwerk von Wissenschaftler*innen, Hochschullehrenden und Praktiker*innen, die sich mit Fragen der kritischen Entwicklungsforschung und der Entwicklungspolitik befassen. Seit 1981 bietet der Mattersburger Kreis eine Plattform zum Austausch für Forschung, Lehre und entwicklungspolitische Praxis in Österreich.
Der Mattersburger Kreis beschäftigt sich mit Fragen von Zentrum und (multiplen) Peripherien, insbesondere im Globalen Süden. Globale und historische Zusammenhänge und Ungleichheiten werden sichtbar gemacht und interdisziplinär bearbeitet. Aktuelle soziale, politische und ökonomische Krisen und Transformationsprozesse werden vor dem Hintergrund kritischer Entwicklungsforschung analysiert. Auf dieser Grundlage werden positive Utopien für eine gerechtere und ökologisch wie sozial nachhaltigere Gesellschaft erarbeitet.
Alle Infos zum Mattersburger Kreis gibt es auf einer eigenen Website hier.
Um diese Analysen zugänglich zu machen, wurde 1985 das Journal für Entwicklungspolitik (JEP) ins Leben gerufen. Drei markante Phasen lassen sich unterscheiden:
1995-1996: „Weiße Phase“, erschien tlws. im Südwind-Verlag in Wien, meist im Eigenverlag
1997-2002: „Blaue Phase“, erschien bei Brandes&Apsel in Frankfurt sowie bei Südwind in Wien
seit 2003: „Bordeaux-Phase“, erschien bei Mandelbaum Wien, ab 2014 im Eigenverlag.
Ein weiteres Forum stellte die 1992 begründete Buchreihe „Historische Sozialkunde“ dar, an der sich der Mattersburger Kreis als Mitherausgeber und Mitproduzent bis zur Einstellung der Reihe 2016 beteiligt. Diese Reihe richtete sich nicht nur an Studierende, sondern speziell auch an Lehrkräfte der Fächer Geschichte und Sozialkunde, Geographie sowie Politischer Bildung.
Zuletzt dient die seit 2003 erscheinende Buchreihe „GEP – Geschichte – Entwicklung – Politik“ ebenfalls diesen Zielen. Ab dem Band (2011) sind die GEP-Bände speziell für die universitäre Lehre gestaltet, mit Infoboxen und Lernfragen, die die Prüfungsvorbereitung unterstützen sollen.
Finanzierung:
das JEP – Journal für Entwicklungspolitik wird im Rahmen von International Partnerships Austria aus Mitteln der Austrian Development Agency (ADA) gefördert.