Die weitgehend unbefriedigenden Ergebnisse der von der Weltbank initiierten Strukturanpassungsprogramme in Afrika seit Anfang der 80er Jahre erfordern es, ihre sozialen und politischen Dimensionen genauer zu untersuchen. Trotz aller Rhetorik und vieler Publikationen scheint die Bank nicht fähig zu sein, sozio-politische SAP-Faktoren richtig zu erfassen bzw. entsprechend zu handeln. Die jüngste Liberalisierungswelle in Afrika ist besonders irritierend. Der Autor schließt aufgrund empirischer Forschung in einigen afrikanischen Staaten, dass die SAP-Erfolge, einschließlich der Armutskomponenten, minimal sind. Ein wichtiger Grund hierfür ist die Managementkultur der Bank, die Kreditauszahlungen zu Lasten effizienter, partnerschaftlicher Projektdurchführung und Engagement vor Ort bevorzugt.