Armut, insbesondere städtische Armut, hat eine neue Dimension erreicht. Ein einfaches mikroökonomisches Arbeitsmarktmodell illustriert die theoretischen Wirkungen von Abwertung und Staatsausgabenkürzungen im Zuge der Anpassung auf die städtischen Annen. Die prognostizierten Wirkungen (Reallohnsenkung und Arbeitslosigkeit) lassen sich in der Mehrzahl der Länder empirisch nachweisen. Sinkende Primäreinkommen wurden durch das veränderte Ausgabenverhalfen vieler Regierungen zusätzlich akzentuiert, sodass die verfügbaren Einkommen in den 80er Jahren sogar noch deutlicher sanken als die Reallöhne. Nur unregelmäßig vorliegende, differenzierende Daten deuten darauf hin, dass die Armutsinzidenz selbst dann zunahm, wenn sich die aggregierten Ernährungs- und Sozialindikatoren während der Anpassungskrise scheinbar verbesserten. Die soziale Konditionalität wird kurz diskutiert.