Dieser Beitrag informiert über einige zentrale Forschungsergebnisse einer Meinungsumfrage über Einstellungen in der österreichischen Bevölkerung zu Entwicklungshilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Dabei werden folgende Aspekte angesprochen: Generelle Einstellungen zu Entwicklungshilfe und deren Änderungen während der letzten Jahre, Einflussfaktoren auf Einstellungen zur Entwicklungshilfe, bevorzugte Entwicklungshilfeprojekte und Zielgruppen, Aktivitätsbereitschaft und Spendenpotential in der österreichischen Bevölkerung, Diskussion von zentralen Ergebnissen und Schlussfolgerungen aus diesen Ergebnissen. Die Autoren zeigen auf, dass in den letzten Jahren sowohl Skepsis als auch Engagementbereitschaft für Anliegen der Entwicklungshilfe zugenommen haben. Diese wachsende Differenzierung in den Einstellungen macht Entwicklungspolitik zunehmend schwieriger. Die Antwort auf diese veränderten Bedingungen darf jedoch nicht in einer Verminderung der politischen Bemühungen für Entwicklungszusammenarbeit gesehen werden. Im Gegenteil: Entwicklungspolitik muss stärker als es in der Vergangenheit der Fall war, als ein integraler Bestandteil einer globalen Weltpolitik verstanden werden.