In Rio Grande do Sul wurde während der Regierung der Arbeiterpartei (PT) von 1999 bis 2002 die Demokratisierung des Bundesstaats in Angriff genommen. Durch die Teilhabe am Budget wurden die BürgerInnen im öffentlichen Raum politisiert. Dadurch sollten mögliche Alternativen zur neoliberalen Hegemonie aufgezeigt und spürbar werden. Im Artikel werden nach kurzer konzeptueller Übersicht die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen des Bundesstaats Rio Grande do Sul dargestellt. Davon ausgehend wird die Institutionalisierung des Partizipativen Budgets beschrieben, die zur Entstehung einer Techno-Demokratie führen sollte. In der Folge werden die Konflikte und Errungenschaften der PT-Regierung in Rio Grande do Sul beschrieben, die eine demokratisch gestaltete endogene Entwicklung ermöglichen sollten.