Im Rahmen einer einleitenden Ausführung über die Entwicklungsetappen des Kapitalismus erläutert der Autor die theoretische und politische Bedeutung von Unterkonsumtion. So wird herausgearbeitet, dass der sozialstaatliche Reformismus und der Entwicklungsstaat aus Gründen, die in ihrer Funktionsweise angelegt waren, sowie aus externen Gründen in eine prekäre Lage gekommen sind, die sie nicht lösen konnten. Mit der Aufgabe einer entsprechenden Verteilungspolitik als politische Lösung wurde die Gegenposition zur keynesianischen Theorie, der Neoliberalismus, zum vorherrschenden Interpretationsmuster. Der Autor beschreibt in der Folge die zentralen Postulate seiner wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Programmatik, wie die Theorie der kollektiven Entscheidungen, die Konstruktion einer reinen Tauschgesellschaft und den methodischen Individualismus, der im Individuum die primäre Bezugsgröße von Gesellschaftlichkeit findet. Neoliberale Theorie und Gesellschaftspolitik, so die Schlussfolgerung des Autors, hat damit zum Ziel, die Autonomie der Kapitalisten herzustellen und entbindet den Kapitalismus von der Verpflichtung, allgemeine Wohlfahrt zu gewährleisten.