Der Südafrikanische Gewerkschaftsbund COSATU (Congress of South African Trade Unions) hat seit seiner Beteiligung in der DreiParteien-Allianz mit dem Afrikanischen Nationalkongress ANC (African National Congress) und der Südafrikanischen Kommunistischen Partei SACP (SA Communist Party) im Jahr 1990 dafür gekämpft, die Interessen der breiteren Arbeiterklasse zu verfechten. Mit einer immer schlimmer werdenden sozialen Krise im Land steht er nun vor einer kollektiven Herausforderung im Inneren. Seine größte Mitgliedsgewerkschaft, die Nationale Metallarbeitergewerkschaft von Südafrika NUMSA (National Union of Metalworkers of SA), entschied im Dezember 2013, aus der Drei-Parteien-Allianz auszuscheiden. Dies führte dazu, dass die NUMSA genauso wie COSATUs bekannter Generalsekretär Zwelinzima Vavi aus dem Gewerkschaftsbund COSATU ausgeschlossen wurde. NUMSA initiierte die Bildung einer Einheitsfront (United Front, UF) sozialer Bewegungen, um die Kämpfe der Arbeiterklasse zu koordinieren, und zog die Gründung einer Partei der Arbeiterklasse in Erwägung. Dieser Artikel skizziert die Fragmentierung der Gewerkschaftsbewegung in Südafrika und erörtert, dass eine wiederbelebte Politik für die Arbeiterklasse, unabhängig von ANC und SACP, im Entstehen begri?en ist und sich zugleich mit ernsthaften Herausforderungen konfrontiert sieht.