Ziel dieses Artikels ist es, aufzuzeigen, dass der Kampf indigener Völker um Autonomie gleichermaßen eine moderne wie auch traditionalistische soziale Bewegung darstellt, welche sich, so gut wie nur möglich, dafür engagiert, die durch die neuen äußeren Gegebenheiten ausgelöste politische, wirtschaftliche und juridische Krise der eigenen Traditionen zu überwinden. Der Artikel läuft auf die Schlussfolgerung hinaus, dass dieser Kampf nicht nur dadurch legitimiert ist, weil diese Völker in der Tat kulturell andersartig sind, sondern auch, weil er ein Mittel darstellt, um die Beziehungen zu anderen indigenen Völkern und zur dominanten Gesellschaft auf eine günstigere Grundlage zu stellen. Da an diesem Prozess jedoch eine Vielfalt von sozialen Akteuren mit sehr widersprüchlichen Interessen beteiligt ist, bleibt der Ausgang des Kampfes ungewiss.