Der Investitionsboom im Bergbau- und Erdölwesen, den die Staaten Lateinamerikas in den letzten Jahren erleben, ist auch die Folge von neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Diese Gesetze sind darauf ausgerichtet, Investitionshindernisse aller Art abzubauen und die Rechte der Investoren zu stärken. Am Beispiel des Engagements von Shell in Peru wird aufgezeigt, wie die neoliberalen Rahmenbedingungen dazu führen, dass sich Investoren im Erdgasgeschäft der Öffentlichkeit gegenüber sogar als soziale Wohltäter darstellen können. Schließlich wird an Hand konkreter Beispiele aus Peru und Venezuela belegt, wie das Rechtssystem seine Funktion verliert, ein unparteiischer Konfliktlösungsmechanismus zu sein; vielmehr werden die Rechte der Bürger und der indigenen Völker den Interessen der Großinvestoren geopfert.