Das Journal für Entwicklungspolitik bietet als wissenschaftliche Zeitschrift ein Forum für eine kritische Diskussion von entwicklungspolitisch relevanten Themen im deutschen Sprachraum. Das Journal erscheint vier mal jährlich. Die Beiträge setzen sich in der Regel mit einem Schwerpunktthema auseinander, ergänzt durch freie Beiträge und entwicklungspolitische Neuerscheinungen.
Der Begriff „Globalisierung“ hat in den 1990er Jahren eine ungeheure Dynamik entfaltet. Sein Inhalt bleibt dabei oft unbestimmt und vieldeutig und kann – je nach gesellschaftspolitischem Standort derer, die ihn im Munde führen – ganz unterschiedlichen Positionen und politischen Interessen dienen: Manche sehen in ihr eine Zukunftsverheißung, andere eine Schreckensvision, viele erachten sie als unabwendbar und gebrauchen „die Globalisierung“ als Vorwand oder Druckmittel zur Durchsetzung bestimmter politischer Maßnahmen. Was Globalisierung genannt wird, war und ist indes kein ökonomischer Sachzwang, sondern ein politisch konstituierter Prozess.
Die Beiträge in diesem Heft wollen „Globalisierung ent-wickeln“, indem sie kritische Analysen mit der Skizierung von Handlungsoptionen verbinden. Sie stammen von sieben jungen WissenschafterInnen, die am „Forum der JungforscherInnen“ der Zweiten Gesamtösterreichischen Entwicklungstagung im Dezember 2003 in Graz teilgenommen haben.