Dieser Artikel bringt eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer Reihe von Studien über Erfolgsbedingungen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit im ländlichen Raum, die belegen, daß der Berücksichtigung soziokultureller Faktoren eine bedeutende Rolle zukommt. Kulturelle Vielfalt ist kein „Entwicklungshindernis“, sondern vielmehr konstitutives Merkmal menschlicher Anpassung an Biodiversität. Im Zentrum des Beitrages stehen nähere Ausführungen über die praktischen Erfordernisse für eine kulturverträgliche Zusammenarbeit, wie etwa der gesellschaftspolitische Rahmen, Langfristigkeit und Flexibilität der Vereinbarungen, Kontinuität des Dialogs, Klarheit der Rollenverteilung und die gegenseitige Informationspflicht. Beispiele aus der Lebensrealität indigener Völker am Amazonas illustrieren dies.