Was sich entwickelt hat oder entwickelt wurde, gilt allgemein als vollkommener oder besser. Trifft das auch für kulturelle Entwicklung zu? In diesem Beitrag werden der Begriff einer Kulturentwicklung sowie der Vorschlag, interkulturelle Dialoge in Philosophie und Kunst zu etablieren diskutiert. Übergänge von wahrgenommener Differenz zu behaupteter Defizienz und Verhältnisse zwischen Kulturen exklusivistisch, egalitaristisch, komplementär und die daraus folgenden Strategien werden vorgestellt: expansiver, integrativer, separativer und tentativer Zentrismus. Annahmen von Superiorität und Komplettheit, von Maturität und Kompetenz sowie vom zwangsläufigen Zustandekommen einer Kultur sind wirksam. Die Frage bleibt: Kann Wissenschaft eine endgültige Antwort geben oder sind polylogische Verfahren der bessere Weg?