In diesem Artikel werden zunächst wesentliche Aspekte der seit rund 15 Jahren laufenden wissenschaftlichen Debatte über Global Cities zusammengefasst. Das Schwergewicht des Textes liegt dann auf der Untersuchung, ob und inwieweit die theoretischen Modelle der Global City-Forschung für die Analyse peripherer Megastädte geeignet sind. In diesem Artikel wird für eine Einbeziehung der Metropolen des „Südens“ in die Global City-Diskussion argumentiert, und zwar weil a) Mega-Urbanisierung unzweifelhaft zu einem Phänomen der Peripherie geworden ist; b) Stadtentwicklung in den Peripherien wie in den Zentren seit ehedem von globalen Dynamiken geprägt ist; c) das Postulat der Global City-Diskussion, dass es eine einheitliche Weltwirtschaft gibt, in der Städte eine zentrale Rolle spielen, impliziert, dass auch die Metropolen der Peripherie ihren Platz im globalen Städtesystem haben; d) traditionelle Forschungen über periphere Megastädte, die sich vorwiegend an Bevölkerungsgröße und/oder der Urban Primacy orientieren, unbefriedigend bleiben.