Der mexikanische Korporativismus hat seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zur politischen Stabilität des Landes beigetragen und die Gewerkschaften zu Stützpfeilern des Einparteienregimes der PRI gemacht. Die wirtschaftliche Integration Mexikos in die Weltwirtschaft seit 1987 und die politischen Veränderungen haben die traditionellen gewerkschaftlichen Einflussmöglichkeiten reduziert. Die letzten Regierungen der PRI schränkten die Mitspracherechte der Gewerkschaften im Staat, aber nicht die politische Kontrolle der Partei über die Organisationen, ein. Der Artikel analysiert, wie die korporativen Mechanismen an Stärke verloren und mit welchen Strategien die Tendenzen innerhalb der Gewerkschaftsbewegung versuchen den wirtschaftlichen und politischen Veränderungen, vor und nach dem Regierungswechsel, zu begegnen.