Entgegen der in der Einwanderungspolitik weit verbreiteten Haltung, Arbeitskräftewanderungen seien ein Resultat der Entscheidungen einzelner Personen, die auf der Suche nach besseren Überlebensmöglichkeiten emigrieren, liefert die weltweite Entwicklung genug Beweise dafür, dass die meisten Aufnahmeländer dazu tendieren, ihre Immigranten aus ihren Einflusszonen zu bekommen. Die Immigration ist mindestens teilweise eine Folge von Regierungsmaßnahmen und ökonomischer Aktivitäten in den entwickelten Ländern. Das japanische Beispiel ist hier besonders interessant, weil es erlaubt, die gegenseitige Verstrickung der ökonomischen Internationalisierung und der Immigration in ihren Anfängen zu erkennen. Trotz fehlender Einwanderungsgeschichte erlebt Japan jetzt eine wachsende illegale Immigration für niedrig-entlohnte Jobs und Beschäftigungen ohne Aufstiegsmöglichkeiten. Dieser Artikel vertritt die These, dass die neue Immigration ein Teil der Globalisierung der japanischen Ökonomie ist. Die Position Japans im regionalen asiatischen ökonomischen System ist mächtig – Japan ist der führende Investor, ein Geberland für Wirtschaftshilfe, ein Exporteur von Konsumgütern (einschließlich der Kulturgüter). Die neue Immigration ist von diesen Prozessen nicht unbeeinflusst. Die Internationalisierung trägt dazu bei, Brücken zu den Ländern zu errichten, aus denen die potentiellen Immigranten kommen, und sie trägt dazu bei, die japanische Wirtschaft durchlässiger zu machen, insbesondere was die großen Städte betrifft.