Während der politischen Transformationen in Ost- und Südostasien fanden unter den Intellektuellen der betreffenden Länder intensive Debatten über politische Reformkonzepte statt. Wie auch im Falle von Ost- und Zentraleuropa wurden bei der Analyse der Transformationsprozesse diese Debatten und die Rolle der Intellektuellen als eine wichtige meinungsbildende Gruppe kaum beachtet. Ziel des Beitrages ist es, am Beispiel China die unterschiedlichen politischen Denkschulen (in Bezug auf politische Reform und Demokratie) darzustellen und die Diskursstrategien der chinesischen Intellektuellen zu analysieren. Die Autorin konzentriert sich hierbei auf die Beziehungen zwischen politischen Ideen oder Konzepten und der Position des Einzelnen oder der Gruppe und analysiert die gesellschaftspolitischen Interessen, die hinter den jeweiligen Positionen stehen.