Der Autor setzt sich mit transnationalen Elitenetzwerken und ihren ideologischen Apparaten auseinander und thematisiert die Bedeutung neoliberalen sozialwissenschaftlichen und politischen Wissens für den Aufstieg des Neoliberalismus. Gestützt auf Gramscis Untersuchungen zu Hegemonie und Zivilgesellschaft wird am Beispiel Taiwan dargelegt, wie dort ab den 1950er Jahren die Ausbreitung neoliberalen Wissens erfolgte. Dabei liegt der Fokus auf den bislang wenig beachteten Intellektuellen, die in transnationalen Netzwerken wie der Mont Pelerin Society (MPS) und/oder in Think Tanks und Stiftungen aktiv sind. Die Wirkungsweise einzelner MPS-Mitglieder und ein einflussreicher neoliberaler Think Tank Taiwans werden analysiert. Es wird beispielhaft gezeigt, wie transnational geteilte und dominante ökonomische Lehrmeinungen über neoliberale Think Tanks in den taiwanesischen Kontext eingeführt wurden.