Bisherige Erfahrungen mit den PRSP haben im Bereich der Partizipation erhebliche Defizite gezeigt. Bislang kann bestenfalls von Beteiligung in Form von Konsultationen gesprochen werden. Eine Mitgestaltung seitens der Zivilgesellschaft wird einerseits durch die internationale Dominanz der Geber, insbesondere der internationale Finanzinstitutionen verhindert, die weiterhin einseitig an neoliberalen Wirtschaftsmodellen festhalten, deren Grundsätze nicht angetastet werden dürfen. Andererseits wird Partizipation in vielen Ländern erschwert durch die politische Hegemonie, die einen fairen Interessensausgleich zwischen den Akteuren unmöglich macht. Gleichzeitig werden neue Freiräume von der Zivilgesellschaft genutzt, und sie steigern Erwartungen an künftige Entwicklungen. Diese dürfen in der zweiten Generation der PRSP nicht enttäuscht werden.