Die ökonomische Entwicklung Südafrikas kann letztlich auch als eine Modernisierung der Wirtschaftsstruktur betrachtet werden. Dennoch gilt es in diesem Zusammenhang zu betonen, dass dies keineswegs eine lineare Entwicklung war bzw. ohne den enormen positiven ökonomischen Effekt des Goldbergbaus undenkbar gewesen wäre. Die strukturelle Krise während der 20er Jahre führt die Probleme der südafrikanischen Volkswirtschaft sehr deutlich vor Augen. Ohne den stabilisierenden Effekt des Goldbergbaus im besonderen bzw. des Bergbaus im allgemeinen, hätte die südafrikanische Wirtschaft durch die mehrfach verringerten Agrarexporte zusammenbrechen können. Der primäre Sektor tat das letztlich auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1932. Die erfolgten Stützungen bzw. die staatliche Modernisierung der Wirtschaftsstruktur und konjunkturpolitischen Maßnahmen wären ohne die Einnahmen aus dem Goldexport nicht finanzierbar gewesen.