Vorliegender Artikel behandelt Aspekte des Alterativtourismus in Südostasien. Nach einem Exkurs in Terminologie und historische Entwicklung des Begriffskonzeptes Alternativ-Reise liegt der Schwerpunkt des Beitrages auf der Analyse der empirischen Ergebnisse einer sechsmonatigen Feldforschung, die in ausgewählten urbanen Zentren des Billigrucksacktourismus durchgeführt wurde. Mit Hilfe narrativer Interviews mit Rucksacktouristen und autochthoner Bevölkerung, teilnehmender Beobachtung, Reiseführeranalyse und Kartierung sowohl in traditionellen ASEAN-Travellerzentren (Bangkok, Jakarta) wie auch im individualtouristisch neuen Indochina-Bereich (Ho Chi Minh-City) sollten parallele wie unterschiedliche Entwicklungsmuster der westlichen Alternativ-Infrastruktur aufgezeigt werden. Alternativtourismus In Südostasien erweist sich allgemein als Subkategorie und Vorläufer des pauschalen Massentourismus, keineswegs aber als realistisches Lösungsmodell für einen anderen, sozialverträglicheren Drittwelt-Tourismus.