1993 wurden in Kuba die sogenannten „Unidades Básicas de Producción Cooperativa“ (UBPC – Basiseinheiten der kooperativen Produktion) geschaffen, die die landwirtschaftliche Erzeugung dezentralisieren und den Arbeitern einen breiteren Rahmen und neue Formen der Partizipation einräumen sollte. Damit wurde einerseits auf die Krise der agrarischen Produktion reagiert, andererseits Schritte der Dezentralisierung früherer Jahre fortgeführt. Die Schaffung und Arbeit der UBPCs wird insgesamt positiv beurteilt, da sie die Möglichkeiten zur Beteiligung der Arbeiter vergrößerte und flexible Mechanismen schuf, um ihre aktive Mitarbeit zu verstärken. Allerdings stieß die Ausübung der Selbstverwaltung auf Schwierigkeiten, die daher rührten, dass die übermäßige Bevormundung durch die staatlichen Betriebe einen Hindernisfaktor darstellten. Darüber hinaus wurde mit den UBPCs das Prinzip der Bindung des Arbeiters an sein Arbeitsgebiet verstärkt.