Der Artikel analysiert am Beispiel des Südhandels der DDR mit Kuba und Äthiopien alternative Tauschbeziehungen in der kapitalistischen Weltwirtschaft. Davon ausgehend, dass sozialistische Länder des globalen Nordens und sozialistisch orientierte Länder des globalen Südens bei Aufnahme ihrer Handelsbeziehungen unterschiedliche Positionen in der Internationalen Arbeitsteilung einnahmen, hinterfragt er kritisch die Möglichkeiten einer gleichberechtigten Handelspartnerschaft. Daran anschließend wird mit Fokus auf die Agrarprodukte kubanischer Zucker und äthiopischer Ka?ee dargelegt, wie die Abhängigkeit von bestimmten Rohsto?en das handelspolitische Agieren von Akteuren in der Zweiten und der Dritten Welt beein?usste. Der Artikel schließt mit der Darlegung ausgewählter Aspekte sozialistischer Produktionsverhältnisse und Außenhandelsspezi?ka, die bei der Entwicklung eines modi?zierten Analysemodells zur Untersuchung des sozialistischen Nord-Süd-Handels berücksichtigt werden müssen.