Der Beitrag geht der Frage nach, wie das Thema Sexualität seinen Weg in die Entwicklungspolitik und -praxis fand und wie über die Geschichte der Überkeuzungen von Sex und Entwicklung gesprochen wird. Weiters wird eruiert, welche Meister_innenerzählung sich hierzu etabliert haben und wie ihre relevantesten Akteur_innen argumentieren. Ein Schwerpunkt dieser kritischen Rekonstruktion liegt dabei auf den so genannten sexy Strategien des pleasure approach, wie er seit einigen Jahren in Teilen der Entwicklungszusammenarbeit diskutiert wird. Who needs [gender] when they can have [sex]? rückt hier feministische und antikoloniale Überlegungen ins Zentrum und formuliert einige kritische Thesen zum problematischen, bislang sehr wenig reflektierten Status von Gewalt und Begehren im pleasure-Ansatz.