Der Artikel versucht, sowohl die Stabilitätsfaktoren Kubas als auch mögliche Entwicklungsperspektiven für die Insel zu bestimmen. Eingangs werden dazu die zentralen exogenen und endogenen Strukturelemente des Systems vorgestellt und mit dem sowjetischen Staatssozialismus verglichen. Darauf basiert die Identifizierung des spezifischen kubanischen Stabilitätsfaktors ’nationale Einheit‘. Anschließend wird der bisherige Reformverlauf dokumentiert; seine Analyse zeigt, dass sich die kubanische Gesellschaft in einem Prozess der strukturellen Heterogenisierung befindet, der langfristig die Stabilität des Systems erodiert. Aus diesem Fazit lassen sich Reformanforderungen skizzieren, die als mögliches Szenario diskutiert werden. Abschließend werden die Akteure bestimmt, die den Umbruch weiter gestalten werden – und Kuba viel/eicht die historische Chance auf eine zivile und soziale Transformation geben.