Die Führungsrolle der Weltbank in der internationalen Entwicklungsdiskussion beruht seit langem auch auf ihrer Fähigkeit, globale Netzwerke zu weben und damit die Ressourcen vieler AkteurInnen zur Durchsetzung ihrer Entwicklungsstrategien zu bündeln. Gleichzeitig verwandelt diese Führungsrolle die Weltbank in das bevorzugte Angriffsziel transnationaler Netzwerke, die über die Beeinflussung der Weltbank ihre Anliegen nachhaltig in die internationale Entwicklungsagenda einzubringen suchen. Im Brennpunkt des vorliegenden Beitrags stehen die Bemühungen transnationaler Advocacy-Nichtregierungsorganisationen zur Verankerung ihrer Anliegen in den Statuten und Strukturen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds. Anhand eines Vergleichs der An- und Einbindung von externen AkteurInnen werden die Voraussetzungen für die Einbringung von Interessen in diesen globalen Institutionen herausgearbeitet.