Anfang der 1990er Jahre ist der Abschluss bilateraler Investitionsabkommen (BITs) stark angestiegen, die ab Mitte der 1990er Jahre durch umfassendere bilaterale Freihandelsabkommen (FTAs) weitgehend abgelöst wurden. Bilaterale Abkommen werden zumeist unter der Bedingung asymmetrischer Interdependenz von wirtschaftlich stärkeren mit wirtschaftlich schwächeren Staaten verhandelt. Es handelt sich dabei um institutionalisierte Räume des Regierens, die spezi?sche Kräfteverhältnisse und Formen der Verrechtlichung aufweisen und mit dem Begri? des transnationalen Wettbewerbsstaates begri?ich gefasst werden sollen. Im Beitrag wird unter Rückgri? auf das Konzept der Internationalisierung des Staates sowie sozial-räumliche Ansätze der kritischen Geographie der Begri? des transnationalen Wettbewerbsstaates konkretisiert. Anhand von bilateralen Abkommen wird nach einer Darstellung ihrer Merkmale anschließend untersucht, welche Auswirkungen diese institutionalisierten Räume auf die in ihr vertretenen unterschiedlichen Interessen haben.