Der Diskurs über nachhaltige Entwicklung schließt die Frage nach dem Verhältnis von Bevölkerungsentwicklung und Umwelt ein. Die Autorin kritisiert Beispiele von Argumentationsmustern, die von einfachen biologistischen Erklärungsansätzen für das Verhältnis von Umwelt und Bevölkerung ausgehen. Grundlage hierfür sind unreflektierte Übertragungen von naturwissenschaftlichen Modellen auf die Gesellschaft. Sowohl ein essentialistisches als auch ein instrumentalistisches Naturverständnis neigen zu solchen verkürzten Darstellungen. Am Beispiel ostafrikanischer Länder zeigt die Autorin demgegenüber die politischen und sozialen Bedingungen auf, die zu Landverknappung, Umweltzerstörung und Nahrungsmiftelknappheit führen. Auf dieser Grundlage führt sie den Begriff der „Politischen Ökologie“ ein, der von einem dialektischen Naturverhältnis des Menschen ausgeht.