Verschiedene Vorstellungen von Entwicklung erbringen unterschiedliche Handlungsempfehlungen. Entwicklungsoptimistische und entwicklungskritische Grundeinstellungen werden anhand von Literatur (Abschnitt 2) und Datenmaterial (Abschnitt 3) verortet. Aus einer evolutionären Perspektive wird versucht, diese antagonistische Verstehenssysteme von Entwicklung diskursiv zusammenzuführen. Als Versuch einer Vermittlung wird ein eigenständiges, evolutiv geprägtes Vorstellungsgebäude vorgeschlagen: Besonders in der Energiewirtschaft und der Landnutzung lässt sich eine langfristige globale techno-sozio-ökonomische Entwicklungsdynamik vermuten, welche durch eine Abfolge von zunächst anwachsenden und dann in Sättigung eintretenden Strukturparametern gekennzeichnet
ist (= blossoming evolution, Abschnitt 4). Ein Denken in Transitionen (Abschnitt 5) erscheint somit begründet, angezeigt und hilfreich. Insgesamt wird also durch diesen Text die Einbettung von Entwicklungs-Maßnahmen in die ohnehin autopoietisch ablaufende evolutive Gesamtdynamik ins Blickfeld gerückt (Abschnitt 6).