Das Thema „Regierbarkeit“ ist in Lateinamerika zum Bezugspunkt einer Fülle unterschiedlicher Diskussionsstränge geworden. Der Beitrag versucht, eine Abgrenzung zum Konzept „governance“ und zu älteren Positionen konservativer Prägung zu leisten. Regierbarkeit wird dann in Bezug gesetzt zu den jenseits der Transitionsdebatte liegenden Fragen nach sozialer Koordination und Integration der Gesellschaften Lateinamerikas. Der Netzwerk-Gedanke erscheint in dieser Perspektive hilfreich, um die verschiedenen Teilregime des politischen Systems aufeinander zu beziehen. Das vorgeschlagene Modell wird dann kurz vor den Regierbarkeitsdiskussionen in Honduras und Bolivien reflektiert.