Dieser Beitrag behandelt die Rolle. die die kollektiven Akteure während der Transformation des chilenischen Kapitalismus gespielt haben. Besondere Aufmerksamkeit wird den sozialen Begleitumständen geschenkt, die zu einer im lateinamerikanischen Vergleich einzigartigen Koalition der Macht geführt haben. Diese bestand aus der Militärjunta, alten und neuen Unternehmerschichten und der technokratischen Elite. Zunächst wird die polit-ökonomische Entwicklung des Landes vor und nach 1973 behandelt, um danach die für diese Transformationsperiode relevanten kollektiven Akteure in den Blick zu nehmen. Beide Untersuchungsstränge lassen Zweifel an der von den meisten Beobachtern geteilten These einer radikalen Zäsur im Jahre 1973 aufkommen. Statt dessen rückt die Kontinuität einer ganzen „revolutionären Epoche“ in den Vordergrund.