Der Artikel behandelt die Auswirkungen des Neoliberalismus auf Chancengleichheit in der Bildung, insbesondere in Afrika. Er zeigt, dass sogar ein like-minded donor wie Norwegen sich Mitte der 1980er Jahre der Politik der Weltbank angeschlossen hat, sodass von einer Worldbankification der norwegischen Entwicklungszusammenarbeit gesprochen werden kann. Eine Diskussion darüber, welche Art von Bildung nötig wäre, findet nicht mehr statt. Es wird angenommen, dass die in der Kolonialzeit etablierte und von den Geberländern geförderte Bildung für Entwicklungsländer gut genug ist. Aber inwieweit können Kinder in Afrika lernen, wenn der Unterricht in einer Sprache abgehalten wird, die nicht einmal das Lehrpersonal wirklich beherrscht? Welche Möglichkeiten haben alternative Bildungskonzepte, in dieser neoliberalen Umgebung zu bestehen? Wie können in einer solchen Situation lernerzentrierte, dialogische Unterrichtsmethoden umgesetzt werden?