Der Aufsatz untersucht österreichische Geschichtslehrbücher. Die leitende Fragestellung bezieht sich auf die Darstellung der Probleme der armen Länder (Dritte Welt-Länder) in inhaltlicher und didaktischer Hinsicht. Gefragt wird insbesondere nach der Schilderung der Ursachen von Armut und den Positionen zur richtigen Hilfe durch die Industrieländer.
Um Veränderungen beziehungsweise Kontinuitäten sichtbar zu machen, werden drei Generationen der Schulbücher seit den Sechzigerjahren analysiert. Das Interesse gilt u.a. der Frage, ob die Schulbuchtexte den Wandel von einer eher karitativen Konzeption von Entwicklungshilfe hin zu partnerschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit widerspiegeln, ob der darüber geführte Diskurs im Schulbuch Eingang fi ndet. Zudem wird untersucht, inwieweit den SchülerInnen eine eigenständige Urteilsbildung ermöglicht wird.