Die Orientalismusdebatte eröffnet einen neuen Zugang zur Analyse von Unterrichtsmaterialien. Dieser liegt darin, Schulbücher als Medien der Verortung zu untersuchen. Der Beitrag rekonstruiert diese Verortung in Abhängigkeit von den kolonialen Beschreibungen und weist eine weitgehende Übereinstimmung von kolonialen und aktuellen Schulbuchdarstellungen des Unterrichtsfaches Geographie und Wirtschaftskunde nach. Als alternative Unterrichtsmodelle bietet er auf der einen Seite eine Auflösung der objektivierenden Erzählstruktur auf der Basis individueller Geschichten. Daneben schlägt er einen Zugang über gemeinsame Problemstellungen vor. Auf der anderen Seite wird eine schulische Dekonstruktion der Produktion von Raum angestrebt, die für die SchülerInnen die subjektive Raumaneignung offenlegt.