Ausgehend von der holistischen WeItsicht der indigenen Völker wird in diesem Beitrag auf die besondere kulturelle Bedeutung hingewiesen, die für diese Völker der geographische Lebensraum darstellt. In diesem Sinne unterstreicht der Beitrag die Bedeutung der indianischen Kosmogonien, aus deren Perspektive der Erde nicht nur gemeinschaftliche Bedeutung zukommt, sondern sie auch als “heiliges Ganzes” verstanden wird; diese Aspekte stellen ein zivilisatorisches Paradigma dar, das dem neoliberalen Entwicklungsprojekt entgegengesetzt ist. Indem die Thematik in den Rahmen der Globalisierung gestellt wird, kann die Frage nach der Relevanz eines neuen “Entwicklungsmodells” für das neue Jahrtausend aufgeworfen werden, welches die Einheit “Mensch – Natur” in den Mittelpunkt stellt, und so in einen ausgeglicheneren Prozess des Respekts für die natürliche Umwelt mündet. Schließlich soll die Debatte um die Möglichkeit neuer sozialer Prozesse der indigenen Völker in den neuen ländlichen Regionen angerissen werden, wo die indigenen Völker, angesichts der enormen Impakte durch die Aktivitäten der großen internationalen Investoren, vor der Notwendigkeit neuer Mobilisation und Selbstorganisation stehen.