Eine der ersten indigenen Bewegungen, die das Potential global distribuierter Informations- und Kommunikationstechnologien (IKTs) wie dem Internet erkannte, war die EZLN, eine Widerstandsbewegung aus Chiapas, Mexiko. In diesem Aufsatz wird die Nutzung der IKTs durch die EZLN und die sie unterstützenden Nichtregierungsorganisationen ebenso analysiert, wie die Präsenz der Bewegung im Internet. Angelehnt an das Konzept der landscapes von Arjun Appadurai lassen sich im Fall der EZLN transnationale elektronische Solidaritätslandschaften konstatieren. Diese setzten der damals regierungsabhängigen Medienlandschaft Mexikos eine mediale Öffentlichkeit entgegen, welche die Beziehungen zwischen indigener Widerstandsbewegung und Regierung maßgeblich beeinflusste.