Auch heute, 15 Jahre nachdem die Frage des “Rechts auf Entwicklung” zum ersten Mal gestellt wurde, gibt es keinen Konsens über dessen Inhalt. Das Ziel dieses Beitrages ist die Untersuchung ob das “Recht auf Entwicklung” nur ein Ausdruck der Frustration des Südens aufgrund fehlender Entwicklung des Sozialstatus ist, oder ob es eine Antwort auf die globale Umweltkrise darstellt. Die große Herausforderung der die Welt heute gegenübersteht ist, wie man den Bedarf für eine ökologisch vertretbare Änderung der Industrie und die effiziente Nutzung von Ressourcen im Norden mit der bestmöglichen Entwicklung im Süden in Einklang bringt. Meiner Ansicht nach brauchen wir dazu eine größere Anzahl von verschiedensten Entwicklungskonzepten, angepasst an die speziellen Gegebenheiten der verschiedenen Länder. Dies schließt für die Länder des Nordens nicht aus, dafür die hauptsächliche Verantwortung zu übernehmen. Die Verwirklichung des Rechts auf Entwicklung könnte ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den Bedürfnissen nach einer sauberen Umwelt und denen nach Entwicklung – für alle Menschen – darstellen.