Dieser Beitrag beschreibt den migrationspolitischen Richtungswechsel von Versuchen der Kontrolle von Migration hin zu einem umfassenden Migrationsmanagement. Am Beispiel Österreichs werden beginnend mit der Zeit der ‚Gastarbeit‘ die Entwicklung und Etablierung des Migrationsmanagements-Paradigmas nachvollzogen und (Dis-)Kontinuitäten der Auswirkungen von Migrationspolitik auf ausgewählte Figuren der Migration verdeutlicht. Anhand der Implementierung von EU-Konzepten wie der versuchten Steuerung von Zuwanderung mittels Blue Card oder für die Saison- und Care-Arbeit wird das Spannungsfeld zwischen Migrationskontrolle und -management sowie vielfältigen Formen ihrer Unterwanderung in der Vergangenheit und auch im heutigen Post-Gastarbeitsregime beleuchtet. Nicht zuletzt werden diese Überlegungen auf die aktuelle Figur der Geflüchteten übertragen, wobei sich zeigt, dass auch diese primär einer ökonomischen Rationale zu folgen hat.