Der Artikel fokussiert auf Staatsbürgerschaft als zentrale Kategorie politischer Ordnung und als politisch-rechtliches Instrument staatlicher Inklusion und Exklusion. Staatsbürgerschaftspolitik wird als Politikfeld verstanden, das auf die Beeinflussung von Migration abzielt und als Teil des staatlichen Migrationsmanagements zunehmend auch dessen Logiken des Ein- und Ausschlusses unterworfen wird. Als ideologisch hochumkämpftes Terrain bleibt das Politikfeld gleichzeitig jedoch auch Spielwiese symbolischer Politik. Der Artikel untersucht dieses Verhältnis am Beispiel Österreichs, analysiert die aktuelle Rechtslage sowie die parlamentarischen Debatten um die letzten beiden Gesetzesnovellen 2005/06 und 2013 und verortet die nationale Politik im europäischen Kontext.