Indigene Völker leiden unter drei Dimensionen an Unrechtserfahrungen: Sie sind Nachkommen der Opfer von Kolonialisierung, sie leiden unter politischer Benachteiligung und viele ihrer kulturellen Besonderheiten werden offiziell nicht anerkannt. Indigene Völker ringen heute um spezifi sche Rechte, durch welche diese Unrechtserfahrungen überwunden werden sollen.
Im Beitrag wird ausgeführt, wie die Anerkennung dieser Rechte in Konflikt gerät mit einigen Grundprämissen des modernen Verfassungsstaates: Der proklamierten Gleichheit aller Bürger, der Legitimierung des Staates durch das sogenannte Gemeinwohl und der Annahme des einheitlichen Staatsvolkes.