Die Zündung der fünf unterirdischen Atombomben im Mai 1998 war neben der außenpolitischen und militärischen Neupositionierung vor allem ein innenpolitisch markantes Ereignis in der Jüngsten Geschichte Indiens. Der Artikel versucht, das Ereignis in einen größeren Kontext interner Veränderungen und Radikalisierungen zu stellen, die in den vorangegangenen zwei Jahrzehnten den politischen Diskurs zugunsten gefälligkeitsheischender Massenmobilisierungen und religiös-nationalistischer Aktionismen transformiert haben.