Der Autor formuliert als Antwort auf die verbreitete Ratlosigkeit in der derzeitigen entwicklungspolitischen Debatte zentrale entwicklungstheoretische Erkenntnisse, um »offenkundige Wahrheiten« nicht im entwicklungspolitischen Gedächtnisschwund untergehen zu lassen und das Neue auf den internationalen Ideenmärkten im Lichte der Erfahrungen genauer prüfen zu können. Er zieht dabei positive und negative Lehren aus den gängigen Erklärungen für Entwicklung und Unterentwicklung und den daraus abgeleiteten strategischen Empfehlungen und macht damit deutlich, dass die Lehren aus bisherigen Entwicklungserfolgen und -fehlschlägen immer noch tragfähig sind. Für die Entwicklungsdebatte und die gegenwärtigen Programme zur Armutsbekämpfung ist dem gemäß nichts verhängnisvoller als tagespolitische Kurzsichtigkeit. Vielmehr gilt es, diese Lehren im positiven wie im negativen Sinne zur Kenntnis zu nehmen und um neue Entwicklungsvisionen in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung zu erweitern.