Die Körperpraxis des Hautbleichens wird in den letzten Jahren vermehrt wissenschaftlich sowie medial diskutiert. Unter Bezugnahme auf queere und postkoloniale Konzepte von Performativität nehme ich in diesem Beitrag eine dekolonisierende Perspektive ein. Auf der Basis von Interviews mit tansanischen Mittelklasse-Frauen aus Dar es Salaam wird Hautbleichen in einem Spannungsfeld situiert. Zum einen wird, unter Bezugnahme auf die Konzepte des Waren-Rassismus und Passing, eine Reproduktion bestehender Ungleichheiten entlang der Kategorien Rasse, Klasse und Geschlecht nachgezeichnet. Zum anderen wird das Potenzial zur Destabilisierung derzeitiger Konstruktionen von Weißsein und Schwarzsein verkörpert in der light beauty aufgezeigt.