Die aktuelle Wirtschaftsentwicklung Kambodschas erfolgt im Spannungsfeld zwischen internationaler Entwicklungshilfe, ausländischen Direktinvestitionen im Zuge des südostasiatischen Wirtschaftsaufschwungs und nationalen Transformationsprozessen. Vor dem Hintergrund naturräumlicher, historischer und sozioökonomischer Hypotheken konzentriert sich die Wirtschaftspolitik auf die Förderung von Landwirtschaft und Fischerei, die Erschließung der Holz- und Wasserressourcen, den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die exportorientierte Industrieentwicklung, den Ausbau des Tourismus und die Sicherung und Aquisition ausländischer Finanzhilfe und Investitionen, Zunehmende sozioökonomische Disparitäten zwischen Phnom Penh und den Entwicklungsperipherien gefährden die innenpolitische Stabilität Kambodschas, sind jedoch angesichts der Sicherung des gesamtstaatlichen Wachstums derzeit unvermeidlich.