Dieser Artikel nimmt systemisch-strukturelle Ursachen der Nahrungskrise insbesondere im subsaharischen Kontext in den Blick. Unter Zuhilfenahme des Food-Regime-Ansatzes werden gleichzeitig enteignende Akkumulationsprozesse sowie die Krisenhaftigkeit des neoliberalen Nahrungsregimes sichtbar gemacht. Dabei stehen vor allem Land Grabbing und Finanzialisierung sowie die Zusammenhänge beider Phänomene im Fokus. Das Länderbeispiel Äthiopien konkretisiert anhand der Analyse von Akteuren und Strukturen polit-ökonomische Rahmenbedingungen, die Land Grabbing erst ermöglichen. Der Artikel identi?ziert und analysiert Brüche und Krisen des Regimes und (Kein) Weiter wie bisher? stellt darüber hinaus kritisch-emanzipatorische Widerstandsbewegungen, insbesondere die Bewegung für Ernährungssouveränität, als potentielles Gegenprojekt vor.