Die Diskussion um transnationale Integrationsprozesse übersieht in aller Regel, dass die Bewegungen von Kapital, Gütern und Personen in ein ambivalentes Doppelspiel aus Entgrenzung und Grenzziehung eingelassen sind, in dem territoriale Grenzen nicht nur beseitigt, sondern auch immer wieder neu hervorgebracht werden. Am Beispiel der FrischtomatenWarenkette analysiert der Aufsatz vor diesem Hintergrund globale Muster der Grenzproduktion im NAFTA-Raum (USA und Mexiko). Dabei wird angenommen, dass Nord-Süd-Grenzen nicht nur an den politisch-administrativen Grenzen selbst verhandelt werden, sondern durch soziale Praktiken in Zusammenhang mit Mobilität und Bewegung an verschiedenen Orten gescha?en werden. Soziale und räumliche Ordnungen Tiefer Integration werden durch alltägliche Praktiken performativ hergestellt und immer nur ?üchtig stabilisiert.