In diesem Beitrag werden drei grundlegend unterschiedliche sozialökologische Regimes unterschieden: Jäger und Sammler, Agrargesellschaften und die Industriegesellschaft. Die Übergänge zwischen diesen Regimes verändern sozialökologische Systeme grundlegend, während innerhalb eines Regimes gradueller Wandel stattfindet. Zwei Drittel der Menschen befinden sich derzeit in einem rasanten Übergang von der agrarischen Subsistenzwirtschaft in die Industriegesellschaft. Viele globale Nachhaltigkeitsprobleme hängen unmittelbar damit zusammen. Die zentrale These des Beitrages lautet, dass die Industriegesellschaft von einer nachhaltigen Gesellschaft etwa ebenso weit entfernt ist wie von der Agrargesellschaft. Die Herausforderung einer nachhaltigen Entwicklung besteht, so gesehen, nicht darin, einige technische Innovationen zu implementieren sie erfordert vielmehr eine grundlegende Re-Orientierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Ausgehend von empirischen Befunden zur globalen Ressourcennutzung (Material- und Energieflüsse, Landnutzung) wird die Vorstellung problematisiert, eine Förderung von Öko-Effizienz wäre im Großen und Ganzen ausreichend, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.