Im vorliegenden Artikel wird versucht, die Exporttätigkeit der österreichischen Industrieanlagenbauer in Afrika zwischen 1945 und 1993 möglichst umfassend darzustellen. Im ersten Teil werden die zeitliche Entwicklung der Anlagenexporte quantitativ untersucht sowie die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die die räumlich und zeitlich stark differierenden Exportmuster bedingten, analysiert. Schließlich wird anhand von vier Fallbeispielen die Planung und Realisierung von Industrieanlagen durch österreichische Anlagenbauer illustriert und überprüft, inwieweit die österreichischen Unternehmen bereit waren, den spezifischen entwicklungspolitischen Anforderungen des Industrieanlagenbaus in Afrika gerecht zu werden.