Seit der Unabhängigkeit 1990 versucht die Regierung Namibias den Tourismus zu fördern, sie setzt auf Qualität und nicht auf Masse. In erster Linie wird versucht, die Abhängigkeit gegenüber dem südlichen Nachbarn, der RSA, zu minimieren. Namibias Tourismusmarketing zielt auf den mitteleuropäischen Gast. Dafür sind strukturelle Änderungen notwendig. Die touristische Infrastruktur soll nicht nur “preisgünstige” Camps und Rastlager, sondern auch Hotels, Lodges und Gästefarmen für höhere Ansprüche umfassen. Gleichzeitig gilt es, die lokale Bevölkerung an dieser Erwerbsmöglichkeit zu beteiligen, regionale Ungleichgewichte auszubalancieren und damit einerseits die Peripherie zu stärken, andererseits die Land-Stadt Migration zu stoppen. Tourismus und Naturschutz sollen in einem gemeinsamen Ministerium koordiniert werden, um negativen Auswirkungen des Tourismussektors zuvorzukommen.