Der Beitrag untersucht die Auswirkungen der WTO-Mitgliedschaft auf afrikanische Länder südlich der Sahara. Einer kurzen Analyse der Struktur des afrikanischen Außenhandels folgt am Beispiel dreier afrikanischer Länder ein Überblick über die konkreten Schwierigkeiten, die sich durch die Implementierung der WTO-Reglements ergeben. Die Grundstruktur afrikanischer Ökonomien wird beleuchtet, um einen Modus zu finden, wie Außenhandel für nachholende Entwicklung und Industrialisierung hilfreich sein kann. Im Ergebnis plädiert der Aufsatz für nicht-reziproke Handelsbeziehungen. Eine durch das WTO-Regularium erzwungene Handelsliberalisierung nimmt afrikanischen Ökonomien die Instrumente, ihre infant industries zu schützen, einen modernen Sektor und Binnenmärkte zu schaffen.